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29. August 2012

Plagiat in Übersetzung?

Die Frage: "Ich hab in meiner Hausarbeit, die ich auf Englisch verfasst habe, mehrmals ein deutsches Werk zitiert. Also ich habe die Sätze ungefähr sinngetreu übersetzt und dann immer confer Buch blablabla hingeschrieben. Also übersetzt und das deutsche Original angegeben. Antwort des Dozenten: Darf man nicht, das ist ein Plagiat, Note 5 und durchgefallen. Ist das rechtens?"

Gegenfrage: Was genau "darf man nicht"? Ich kann aus der Fallbeschreibung nicht genau ablesen, wo das Problem liegt. Ich versuche es dennoch mit einer Antwort.

Vorweg: Da Sie die Quelle angegeben haben und sich nun offensichtlich ärgern, nehme ich an, dass Ihre Absicht weder geistiger Diebstahl noch Betrug war, sei es aus Faulheit oder krimineller Veranlagung. Entscheidend bei einer Plagiatsbeurteilung ist allerdings nicht die Motivlage, sondern das handwerkliche Ergebnis. Trotzdem sollten Ihrem Dozenten zeigen, dass Sie problembewusst und lernwillig sind; fragen, wie es richtig gewesen wäre; und darüber sprechen, ob die Bewertung "fünf, durchgefallen" angemessen ist. Denn wie ein Plagiat "geahndet" wird -- einfache Belehrung, Notenabzug oder Durchfallen --, da hat der Dozent erheblichen Spielraum.

Dozenten sind in erster Linie Lehrer, nicht Polizei und Strafrichter. Eine Hausarbeit mit Fehlern ist nicht nur eine verkorkste Prüfungsleistung, sondern bei der Besprechung auch ein guter Moment, um zu lehren und zu lernen. – Wenn Sie mit der endgültigen Entscheidung indes nicht einverstanden sind, beantragen Sie beim Prüfungsausschuss eine Zweitbegutachtung.

Aber war es wirklich ein Plagiat?

Was formal falsch wäre und, ganz eng ausgelegt, möglicherweise ein Plagiat: den deutschen Text exakt und wörtlich ins Englische übersetzen, aber ohne Anführungszeichen wiedergeben und dahinter die Quelle mit "cf." angeben. Warum wäre das möglicherweise ein Plagiat? Weil Sie de facto den identischen Wortlaut haben, aber vorspiegeln, es sei ihre eigene Formulierung, und dann soll der Leser noch mit einem anderen Werk vergleichen.

Verwirrt? Der Reihe nach:

1. Wenn Sie ohne Anführungszeichen zitieren, also in Ihren eigenen (hier englischen) Worten und dabei sinngemäß zusammenfassen, ist das grundsätzlich eine Paraphrase. Das ist völlig OK (davon abgesehen, dass man auch falsch paraphrasieren oder falsch übersetzen kann, aber das ist eine andere Baustelle). Paraphrasieren ist gerade bei einem fremdsprachigen Werk sinnvoll. Solange die Originalquelle korrekt angegeben ist und Sie nicht zu dicht am exakten Ursprungswortlaut sind, ist das sicher kein Plagiat im Sinne von Gedankenklau und Täuschung.

Wenn Sie aber ganz dicht am Original bleiben, hört es auf, eine Paraphrase zu sein. Das sind dann nicht mehr Ihre Worte, sondern die Worte des Originals. Was eigentlich ein direktes, wörtliches Zitat sein sollte, wird ein indirektes. Identische Wortfolgen gehören nun einmal in Anführungszeichen.

Das ist allerdings eine Grauzone.

Erstens: Wenn ein Originalsatz zehn Wörter hat und ich verwende ohne Anführungszeichen drei davon (insbesondere ein originelles Wort, Fachbegriffe, Fakten oder Zahlen), habe ich die Grenze schon überschritten? Sind drei OK, aber fünf oder sieben nicht mehr? Das grenzt an Haarspalterei. Oftmals kann man nicht paraphrasieren, ohne Originalwörter zu verwenden. Aber man sollte sich bemühen, nicht nur ein oder zwei Wörter eines Originalsatzes auszutauschen, sondern eine echte Paraphrase zu bauen -- oder/und die Originalquelle dann noch einmal explizit benennen, damit klar ist, dass Sie paraphrasieren: "According to Müller-Lüdenscheidt (2009), the world is flat..."

Zweitens:  Genau genommen können Sie in einer englischsprachigen Arbeit ein deutsches Werk nicht wörtlich direkt zitieren, es sei denn, Sie nehmen den deutschen Text. So ist eigentlich jede Übersetzung eine Verfremdung und eben nicht der O-Ton. Wenn Sie dennoch übersetzt wörtlich zitieren, das heißt mit Anführungszeichen, müssen Sie angeben, dass es sich um eine eigene Übersetzung handelt ("eigene Übersetzung" bzw. "author's translation").

2. Manchmal schleichen sich trotz Quellennachweis beim Paraphrasieren und Übersetzen Ungenauigkeiten ein. Manchmal trennen Autoren nicht ganz scharf, wo der eigene Gedanke aufhört und der fremde beginnt. Wenn ein Quellenbeleg also nicht exakt und sauber  zugeordnet werden kann, wenn unklar ist, worauf sich die Quellenangabe bezieht (nur ein Satzteil, ein Satz, mehrere Sätze, ein Absatz?), kann das formal als Plagiat ausgelegt werden. In diese Falle kann man leicht tappen, wenn der Dozent das sehr streng sieht.

Diese Abgrenzung ist bei Studenten häufig ein Problem. Ich lese einen Absatz, am Ende steht eine Quelle, aber ich weiß nicht, ob die Autorin den ganzen Absatz oder nur einen Teil davon aus der Quelle gezogen hat. Viele Studenten sind dabei nicht sensibel genug, ihnen fehlt die schriftstellerische Erfahrung, und sie wissen auch nicht genau, wie man es denn nun wirklich richtig formuliert. (Auch viele Wissenschaftler sind dabei nicht besonders genau; in meinen eigenen Texten ist es mir -- leider zu spät -- bisweilen ebenso aufgefallen.) Insofern wäge ich ab, wie relevant das Vergehen/Versehen ist, und belasse es im Regelfall bei einer Belehrung. Außerdem weise ich auf Abhilfen hin: Schreiben Sie zwischendurch "Müller-Lüdenscheidt schreibt, dass... Er führt weiter aus, dass... Laut Müller-Lüdenscheidt...". Das ist für den Lesefluss nicht wirklich schön, aber genauer.

3. "confer Buch blablabla": Confer (cf.) ist die englisch-lateinische Variante des deutschen "Vgl.". Ob und wie man ein "Vgl." einsetzen darf und soll, ist eine alte Streitfrage beim Zitieren. "Vgl." ist aus meiner Sicht oftmals nicht angebracht. In Ihrem Fall wollten Sie ja den Leser nicht zum Vergleichen auffordern, sondern bestenfalls sagen: "siehe" -- also schlicht die Quelle angeben. Genau genommen ist das also eine falsche Verwendung. Vgl. dazu den Blogeintrag vom 28.7.2011: "'Vgl.' - eine seltsame Zitiermarotte".

Andererseits findet sich das "Vgl." vielfach in wissenschaftlichen Werken und teilweise sogar in Ratgebern zum wissenschaftlichen Arbeiten, da kann man Studenten nicht wirklich einen Vorwurf machen, wenn sie den Vorbildern folgen (es sei denn, man hat sie vorher explizit belehrt, was ein "Vgl." sein darf und was nicht).

Seit Guttenberg und diversen anderen prominenten Plagiatoren wissen wir - dank Vroniplag & Co. -, dass diese oftmals ihre Plagiate hinter geschickt eingestreuten "Vgls." versteckt haben. Daher schauen Dozenten inzwischen sehr kritisch darauf.  Jedes "cf."/"Vgl." aber gleich pauschal zum Plagiatsfall zu erklären, ergibt keinen Sinn. Das ist dann doch eher ein Formatierungsfehler, eine Nichteinhaltung einer gewünschten Konvention. Nehmen wir an, Sie würden das "cf." streichen, wäre es für Ihren Dozenten dann immer noch ein Plagiat?

16. Februar 2011

Plagiate: Wie "Dr. Googleberg" bei der Thesis schummelte

Seitenlange Passagen, die ohne Quellenangaben einfach übernommen wurden: Copy-and-paste in Reinkultur. Das muss sich Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg vorwerfen lassen. Seine Doktorarbeit an der Uni Bayreuth sei an mehreren Stellen "ein dreistes Plagiat" und "eine Täuschung", wettert der Jura-Professor Andreas Fischer-Lescano (Uni Bremen) in der Süddeutschen Zeitung. "Die Textduplikate ziehen sich durch die gesamte Arbeit und durch alle inhaltlichen Teile", sagt Fischer-Lescano in dem Bericht. Wie der Bremer Jurist dazu kam, erzählt er hier. Seine Rezension des Buches liest man in der Fachzeitschrift Kritische Justiz.

Auch Spiegel Online widmet sich dem Plagiat. Die FAZ ebenfalls, die feststellte, dass Guttenberg schon für die Einleitung einen FAZ-Artikel abgekupfert hat. Ebenso die NZZ, deren Chefredakteur vom Minister eine Entschuldigung verlangte. Derzeit jagen bundesweit Journalisten nach weiteren Plagiatsstellen. Und andere - es gibt sogar schon ein GuttenPlag Wiki - "eine kollaborative Dokumentation der Plagiate" des Ministers, bei der jedermann mitmachen darf. Einen "interaktiven Guttenberg-Report" mit grafischer Darstellung der Plagiate gibt es auch.

Das sagte Guttenberg dazu am 18. Februar 2011 in einer Erklärung (Wortlaut):


Wenig später war er den Doktorgrad los. Die Debatte ging und geht jedoch weiter – nicht nur in der Politik, auch in der Wissenschaft. Der Nachfolger von Guttenbergs Doktorvater an der Universität Bayreuth, Professor Oliver Lepsius, spricht Klartext: "Wir sind einem Betrüger aufgesessen." Er vergleicht den Fall mit Studenten und Doktoranden. Wer ihm mit Argumenten wie Guttenberg komme, den könne er nur auslachen:



Die rechts- und politikwissenschaftliche Doktorarbeit trägt den Titel "Verfassung und Verfassungsvertrag. Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU". Das 475-Seiten-Werk, 2009 erschienen bei Duncker & Humblot, machte Guttenberg 2007 mit der Bestnote summa cum laude zum Dr. jur. Nun soll der Ombudsmann für wissenschaftliche Selbstkontrolle der Uni Bayreuth feststellen, ob an den Vorwürfen etwas dran ist -- und wie schwer der Fall wiegt. Im allerschlimmsten Fall wird dem Minister der Doktortitel aberkannt.

Die Süddeutsche dokumentiert allerdings ziemlich eindeutig, wie der Minister vorgegangen ist. In einer Online-Dokumentation werden Guttenberg-Text und seine Quellen nebeneinander gestellt.

Bei rund 1000 Fußnoten und 50 Seiten Bibliografie sollte man annehmen, dass alles korrekt belegt ist und Guttenberg nicht planmäßig Geistesraub betrieben hat. Der Bremer Professor allerdings fand - bei einer Routineprüfung, wie er sagt - allerdings Verstöße gegen die Spielregeln in drei Varianten:
  • Direkte Kopie ohne Fußnotenbeleg und ohne Nachweis im Literaturverzeichnis, also praktisch wortgleiche Übernahme mit nur geringfügigen Abwandlungen und Einfügungen ohne jede Quellenangabe;
  • Direkte Kopie ohne Fußnotenbeleg, aber mit Nachweis im Literaturverzeichnis; auch hier wurden Textpassagen übernommen und als eigener Text des Autors Guttenberg ausgegeben. Der allgemeine Beleg in der Bibliografie zeigt zwar, dass Guttenberg die Quelle verwendet hat, aber nicht wo und wie -- und das Zitat ist an der entscheidenden Stelle nicht kenntlich gemacht;
  • Direkte Kopie mit Fußnotenbeleg, der zwar darauf hinweist, dass die Information aus einer Quelle stammt; aber Guttenberg zitiert nicht in indirekter Rede oder mit Anführungszeichen, es gibt keine Kennzeichnung, dass dies nicht seine Zusammenfassung ist, sondern eine wortwörtliche Übernahme.
All das geht so natürlich nicht. Die Verstöße gegen die üblichen wissenschaftlichen Zitierregeln sind klar erkennbar. Dabei ist eigentlich egal, ob dahinter eine Täuschungsabsicht stand (eher nicht anzunehmen) oder ob Guttenberg einfach nur schlampig war.

Jeder, der eine umfangreiche Arbeit schreibt, ist in Gefahr, bei der Vielzahl verwendeter Textauszüge durcheinander zu kommen. Und im Textverarbeitungsprogramm passiert es auch schon einmal, dass beim Redigieren unbeabsichtigt eine Fußnote gelöscht wird. Das ist ärgerlich, aber ein nachvollziehbarer redaktioneller Fehler – ähnlich wie ein Zahlendreher oder ein fehlender Halbsatz.

Allerdings erklärt das nicht, warum ganze Passagen ohne Anführungszeichen in Guttenbergs Text stehen oder warum er nicht im Text Hinweise auf die Quelle einfügt.

Es ist unwahrscheinlich, dass man dem Minister daraus einen Strick dreht. Wahrscheinlich wird der Ombudsmann einige schwere und einige weniger schwere Fehler offiziell feststellen, seine Prüfer werden sagen, es sei trotz allem eine hervorragende Arbeit, vielleicht erhält er eine öffentliche, peinliche Rüge, der Minister wird die Fehler bedauern und sich in den Medien und demnächst in Bundestagsdebatten ein paar schadenfrohe Sprüche der Opposition gefallen lassen müssen. Wenn nicht noch etwas Skandalöses herauskommen sollte, etwa wenn Guttenberg die Thesis von einem Mitarbeiter oder bezahltem Ghostwriter hätte schreiben lassen, wird's das dann aber gewesen sein. Eine dumme Episode, die wieder einmal etwas den Lack vom Hochglanzimage des Politikers abplatzen lässt.

Studenten kommen in der Regel nicht so einfach davon. Selbst wenn die Prüfer einzelne fehlende Quellenangaben nicht als absichtsvolle Täuschung ansehen und die Arbeit sonst ordentlich ist, kann es zumindest zu Notenabzug kommen. Was eben noch als "sehr gut" bewertet worden wäre, wird auf "befriedigend" herabgestuft. Aber wenn solche Plagiate mehrfach auftauchen, ist auch ein "nicht ausreichend" drin - durchgefallen.

Um solche Fehler zu vermeiden, hilft nur Sorgfalt im Umgang mit Quellen von Anfang an. Außerdem der Einsatz eines Literaturverwaltungsprogramms.

Mehr über Plagiate, Plagiatjäger und Anti-Plagiat-Software sowie zum Umgang der Hochschulen mit Plagiaten:
Schmankerl:
Die Legal Tribune über "Juristische Prüfungsarbeiten - Von der hohen Kunst des kaltblütigen Plagiats" oder: "Wenn schon, dann bitte gekonnt. Eine Anleitung zur erfolgreichen Hochstapelei."

    19. Dezember 2010

    "13 Fehler, die jeder machen darf"

    Das Magazin Zeit Campus widmet sich dem Thema "13 Fehler, die jeder machen darf: Studenten tappen immer wieder in die gleichen Fallen. Warum das nicht so schlimm ist und was man daraus lernt".

    1. Fehler: Alles lesen, was der Prof vorgibt
    These: "Mit welcher Absicht erstellen Dozenten Literaturlisten? Erstens, um eine Übersicht über alle relevanten Texte zum Thema zu geben (und bisweilen einen Einstieg in die Seitenaspekte), klar. Zweitens, um den Studenten, vor allem aber den Kollegen deutlich zu machen, wie anspruchsvoll sie sind. Das ist hier kein Schmalspurseminar, und meine Literaturliste ist länger als deine! Was die Professoren nicht jedem verraten: Sie selbst lesen oft nur die Einleitung und die Zusammenfassung." (Mehr)

    2. Fehler: Lernen, lernen, lernen – auch nachts und am Wochenende
    "Das Deutsche Studentenwerk hat in seiner aktuellen Sozialerhebung herausgefunden: 31 Prozent der Studenten wenden mehr als 50 Stunden pro Woche für Studium und Job auf. Das entspricht etwa der Arbeitsbelastung eines durchschnittlichen Managers – und ist einfach viel zu viel. Ein Experte meint: "Die Gehirnkapazität ist begrenzt, mehr als 35 Stunden pro Woche sinnvoll zu lernen, schafft man nicht." (Mehr)

    3. Fehler: Zu viel Respekt vor dem Professor haben
    Studenten suchen selten und zu spät das Gespräch, scheuen sich vor Fragen: "Man lernt doch, selbstbestimmt zu arbeiten, wenn man dem Prof aus dem Weg geht... Spätestens vor der Abschlussarbeit hilft das alles nichts mehr: Man braucht einen Betreuer, und da ist es gut, wenn man schon einen Kontakt hatte"... Und: auch Professoren freuen sich, wenn sie als Ratgeber bei wichtigen Entscheidungen hinzugezogen werden. (Mehr)

    4. Fehler: Sich allein durchschlagen
    "Kommilitonen können anstrengend sein." Stets nur allein zu lernen und den Austausch nicht zu suchen, ist bequem – aber es entgeht einem auch was... (Mehr)

    5. Fehler: Sich zu spät zum nächsten Modul anmelden
    Studenten lesen zu selten die Prüfungsordnung, informieren sich nicht ausreichend und rechtzeitig, hören zu viel auf Gerüchte. Für Versäumnisse muss der Student aber selbst gerade stehen. (Mehr)

    6. Fehler: Prüfungen verschleppen, weil man sich selbst unterschätzt
    "Jeder kennt das: Bevor man etwas Schlechtes abgibt, startet man lieber noch einmal neu." Gute Idee? Vielleicht ja, denn im heutigen System zählt jede Fachnote für die Abschlussnote. Meistens nein, weil der Berg der aufgeschobenen Prüfungen immer größer wird. Und man wird Opfer der eigenen hohen Ansprüche. (Mehr)

    7. Fehler: Den Kopf hochrüsten und den Körper vergessenKörperlicher Ausgleich und Sport sind wichtig, auch und gerade in Prüfungsphasen. "Eine Stunde Laufen kann mehr bringen als eine Stunde zusätzliches Lernen." (Mehr)

    8. Fehler: Glauben, man käme in der Bibliothek allein zurecht
    Bibliothekarin Christiane Holtz: "Viele Studenten fragen zu wenig, und sie unterschätzen oft die Komplexität einer großen Uni-Bibliothek. Sie informieren sich nicht genug. Dadurch entgehen ihnen viele unserer Angebote." Studenten sollten die Online-Hilfstexte der Bibliothek lesen, Schulungen nutzen, die Bibliothekare um Mithilfe bei Recherchen fragen. (Mehr)

    9. Fehler: Aus der Bachelorarbeit ein Forschungsprojekt machen
    Studenten seien oft nicht in der Lage, ihre Abschlussarbeit abzugeben, "weil sie eine große emotionale Bindung zu ihr entwickelt haben".  Aber man muss aufpassen, dass man nicht zu perfekt sein will. (Mehr)

    10. Fehler: Den Betreuer nach seiner Reputation auswählen
    "Ein großer Name auf dem Abschlusszeugnis sieht gut aus – also bittet man die Koryphäe des Instituts persönlich, einen zu betreuen. Das kann nach hinten losgehen: Ein Prof kann bei der Abschlussarbeit richtig Schwierigkeiten machen, vor allem, wenn man ihn nicht einschätzen kann. Am Anfang sagt er womöglich gar nicht, was er will. Und am Ende ist die Note plötzlich schlecht, weil er viel mehr verlangt als andere." (Mehr)

    11. Fehler: Die Abschlussarbeit auf den letzten Drücker fertig machen
    Was ein Copy-Shop-Besitzer über die Formatierungs- und Vervielfältigungs-Probleme in letzter Minute erzählt...  (Mehr)

    12. Fehler: Nicht ins Ausland gehen
    Nur jeder vierte Student geht ins Ausland. Einer der häufigsten Hinderungsgründe ist das Geld. Dafür gibt es Auslandsbafög und Stipendien des DAAD. (Mehr)

    13. Fehler: Sich mit dem Studium zu sehr beeilen
    "Die Studiendauer wird von Studenten gemeinhin überschätzt. Was wirklich zählt, ist die Persönlichkeit eines Bewerbers." Das sagen Personalchefs häufig. Schnelles Studium ist gut, aber ohne Engagement, Praxiserfahrung und einen erweiterten Horizont sieht das so gut gar nicht aus. Und dafür braucht man mehr Zeit. (Mehr)

    Diese 13 Fehler sollte man vermeiden, aber wenn es nicht klappt, ist es auch nicht allzu schlimm, meint die Zeit. Dagegen gebe es drei Fehler, die solle man auf keinen Fall machen:

    1. Die Freunde für die Uni vernachlässigen
    Wenn der Leistungsdruck dazu führt, dass Erfolg als wichtiger angesehen werde als soziale Kontakte, ist das destruktiv. Freunde sind wichtiger denn je. Und an der Hochschule gibt es die Möglichkeit, Privates und Berufliches zu verbinden. Im Berufsleben schließe man Freundschaften nicht mehr so leicht. (Mehr)

    2. Aus Schusseligkeit durchfallenEin Fachwalt erklärt, mit was man beim Prüfungsamt durchkommt – und mit was nicht. Mit einem normalen Arzt-Attest beispielsweise kann man scheitern, wenn man aus Krankheitsgründen fehlt. Auch Täuschungsversuche sind sein Metier... (Mehr)

    3. Glauben, man dürfte keinen Fehler machen
    "Es ist sehr wichtig, dass Sie im Studium auch mal scheitern ... Nur so lernen Sie, damit umzugehen", sagen Experten von Beratungsstellen. Wenn es ernst wird, sollte man sich von diesen auch beraten lassen. Für die Sprechstunde ist kein Problem zu klein (Mehr)