17. Dezember 2010

Zitierfibel für Juristen

Wenn es ums Zitieren geht, haben's Juristen besonders schwer: Sie machen es nicht nur anders als die meisten anderen Wissenschaften, es gibt keinen nationalen, geschweige denn einen internationalen Standard. Geschriebene Anleitungen: Fehlanzeige. In den meisten Literaturverwaltungsprogrammen (z.B. Citavi) ist die "juristische Zitierweise" auch ein Stiefkind, bei Microsoft Word sucht man einen voreingestellten Zitierstil für Juristen vergebens.

Immerhin ist seit 2007 bei C.H. Beck ein kleines Büchlein auf dem Markt, das die größte Not lindert: Die Zitierfibel für Juristen

Verfasst haben es die Professoren Sharon Byrd (Uni Jena, Law & Language Center) und Matthias Lehmann (Uni Halle-Wittenberg) in Zusammenarbeit mit den Redaktionen der Jura-Ausbildungszeitschriften NJW und JuS.

Es ist tatsächlich eine alltagstaugliche Fibel und kein Profi-Publikationshandbuch für alle Zweifelsfälle; auch bietet es keineswegs eine großangelegte Zitations-Systematik, sondern führt recht schlicht auf, wie die Praxis bei NJW, JuS & Co aussieht. Der Fokus liegt auf typischen Rechtsquellenarten, ausgelassen werden dagegen viele Quellen, die in anderen Wissenschaften eine weitaus größere Rolle spielen.

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