16. Februar 2012

Warum sich Professoren über wissenschaftliche Fachzeitschriften aufregen

Beiträge aus wissenschaftlichen Fachzeitschriften gelten neben Monographien als das Nonplusultra der Literaturauswertung in einer studentischen Arbeit. Aus gutem Grund: Hier findet man die aktuelleste und anspruchsvollste Forschung.

Auch als Student sollte man aber das System der Fachzeitschriften verstehen. Wie das mit dem "Peer Review", also der Qualitätskontrolle funktioniert zum Beispiel -- und warum welche Beiträge in welcher Art Zeitschrift erscheinen oder auch nicht. Und wer überhaupt hinter den Fachzeitschriften steckt.

Seit einiger Zeit kritisieren viele Wissenschaftler das System der Fachzeitschriften. Und auch die Bibliotheken klagen über horrende Abo-Gebühren und die Preispolitik der Wissenschaftsverlage -- was unter anderem zu Abbestellungen führt, so dass auch Studenten nicht mehr darauf zugreifen können.

„Die großen, profitorientierten Wissenschaftsverlage pressen so viel Geld aus der akademischen Welt heraus, wie es der Markt hergibt“, heißt es in einem von zwei lesenswerten Beiträgen, die das System erklären, im Handelsblatt:
  • Teure Wissenschaft: Forscher boykottieren Fachverlag Weil der Fachverlag Elsevier angeblich Wissenschaftler und Bibliotheken ausbeutet, haben Forscher zum Boykott aufgerufen. Ob das ein Umdenken bei den hohen Abogebühren bewirkt, ist jedoch zweifelhaft.
  • Dennis Snower: "Herausgeber können Gott spielen" Dennis Snower, Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, ist ein scharfer Kritiker der etablierten Fachzeitschriften . Im Interview erklärt er, warum Verlage und Herausgeber zu viel Macht haben und wieso er ein neues, kostenloses VWL-Journal gegründet hat.

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